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Skitour auf den Großvenediger mit Andi Goldberger

Skitourenwinter erstmals am Großvenediger-Gipfel!

Höhenflüge hat Skisprunglegende Andi Goldberger (40) schon viele erlebt. Doch mit Tourenskiern auf weit über 3.000 Meter Seehöhe zu steigen, das war für den durchtrainierten Oberösterreicher eine neue Erfahrung: “Goldi” stand in dieser Woche auf dem Gipfel des Großvenedigers, mit 3.657 Meter der höchste Berg Salzburgs. Er hat das zweitägige Abenteuer Großvenediger Skitour mit Leichtigkeit und viel Sinn für Humor bewältigt.

Goldberger war beeindruckt von der Schönheit der Alpen: “Der Ausblick ist sensationell. Jede Minute des Aufstiegs zahlt sich aus. In Augenhöhe mit dem Großglockner und den Dolomiten, das ist schon lässig”, strahlte der Spitzensportler auf dem Gipfel in der Sonne und ließ vor fünf Bergkameraden seinen Glücksgefühlen freien Lauf.

Endlich gen Gipfel!

Hans-Peter Kreidl aus Neukirchen am Großvenediger, Veranstalter von skitourenwinter.at, hat den ehemaligen ÖSV-Adler auf die Hochtour mitgenommen. Er wollte ihm schon seit längerem bei einer Großvenediger Skitour in die faszinierende Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern “entführen”, doch bei Goldbergers vollem Terminkalender war das kein leichtes Unterfangen.

Der „Überflieger“ strotzte voll Energie und guter Laune während des viereinhalb Stunden dauernden Anstiegs von der Kürsingerhütte (2.558m) zum Gipfelkreuz. Immer wieder zu Späßen aufgelegt – “habt’s eh einen Reisepass mit, wird sind gleich in Spanien” – hielt er Ausschau nach einer “Naturschanze”: Anlauf, Absprung und Fliegen, das wird wohl der höchste Genuss für den Skispringer bleiben. Der „Adler“ hatte aber keine Chance auszubrechen: Gerhard Angerer, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, hatte die ganze Gruppe während des Aufstiegs über den Gletscher ans Seil genommen, damit keiner seiner Schützlinge in eine Gletscherspalte fällt.

Begeisterung pur auf geführten Großvenediger Skitour

“Auf Hochtouren kenne ich mich viel zu wenig aus. Darum gehe ich mit einem Bergführer. Ich bin auch wegen Lawinen sehr vorsichtig”, sagte Goldberger. Nach einer genussvollen Firnabfahrt – der Oberösterreicher ist ein exzellenter Skifahrer – gönnte er sich noch eine Stiegl Weisse auf der Postalm (1.699m) im Obersulzbachtal. “So eine Tour sollte ich öfters machen. Bisher hatte ich wenig Zeit dazu.”

Nicht nur mental, auch konditionell ist der dreifache Gesamtweltcupsieger gut in Form. Der für den ORF als Co-Kommentator tätige Skisprungexperte betreibt viele Sportarten, darunter Langlaufen, Berglaufen, Mountainbiken und Tennis. Mit großer Begeisterung widmet er sich auch seinem “Goldi-Talente-Cup”. Goldberger will Kindern die Faszination des Skispringens vermitteln und hält dabei gleich Ausschau nach zukünftigen Skisprungstars.