Die STRECKE

DeutschlandRUSH

Dieser RUSH führt Dich 2020 auf einer komplett neuen Route zu den schönsten Radstrecken auf dem Weg von Hamburg auf das Kitzbüheler Horn.

Tag 1 | 5. September

Start: 09:30 Uhr Hamburg, Hotel Grand Elysée
Ziel: Bad Nenndorf
Distanz: 184 Kilometer
Höhenunterschied: 750 Höhenmeter

Zum Start ein echtes Highlight: Vom Hotel Grand Elysée rollen wir vorbei an Außenalster und Binnenalster an die Landungsbrücken und durch den Alten Elbtunnel nach Süden. Auf Nebenstrecken geht es  ins Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und schließlich durch die Altstadt von Soltau. Vorbei am Steinhuder Meer führt uns die Strecke zum legendären Kalimandscharo, bevor wir nach 184 Kilometern unser Tagesziel in Bad Nenndorf erreichen. Tolle, überwiegend flache Einrolletappe.

Tag 2 | 6. September 

Start: 08:00 Uhr Bad Nenndorf
Ziel: Niedenstein
Distanz: 167 Kilometer
Höhenunterschied: 1790 Höhenmeter

Niedersachsen? Kennt man, war man aber noch nicht; allenfalls an der Küste. Das ändern wir heute: Die 167 Kilometer der zweiten Etappe werden gegen Ende immer welliger, zwischenzeitlich sogar mit 13 Prozent Steigung. Ansonsten ist der Abschnitt wieder eine landschaftliche Pracht: Wir rollen malerisch entlang der Weser, bewegen uns auf den Spuren des Baron Münchhausen und genießen den Blick auf Corvey und Lüchtringen. Schick!

Tag 3 | 7. September 

Start: 08:00 Uhr Niedenstein
Ziel: Schweinfurt
Distanz: 189 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 2.200 Höhenmeter

Wo es in Franken Wein gibt, wird es hügelig. Das spürt ihr gegen Ende des dritten Tages. Immerhin 2200 Höhenmeter stehen heute im Roadbook. Von Niedenstein führt die Route in Richtung Südost in die Hauptstadt Unterfrankens: Schweinfurt. Auf dem Weg dorthin: viele kleine Nebenstrecken, viel Gegen und urwüchsige Natur. Und lasst Euch von Schweinfurt überraschen: Die Hochschul- und Industriestadt am Main hat mehr zu bieten, als man denkt.

Tag 4 | 8. September

Start: 08:00 Uhr Schweinfurt
Ziel: Weißenburg
Distanz: 161 Kilometer
Höhenunterschied: 1.850 Höhenmeter

Bayern abseits der Alpen: Heute gibt es eine satte Ladung Franken! Und lasst Euch nicht von der Höhenmeter-Angabe täuschen: Das Sägezahnprofil der Etappe macht den Tag zu einem harten Stück Arbeit. Dafür erlebt ihr Schlösser, Alleen, Burgen und tatsächlich ein Stück Betonfahrradweg, der an die alten DDR-Autobahnen erinnert. Je weiter wir nach Süden kommen, werden die  Weinberge zu Hopfengärten. Für die Waden und fürs innere Fotoalbum ein Tag, der in Erinnerung bleibt.

Tag 5 | 9. September 

Start: 09:00 Uhr Weißenburg
Ziel: Unterhaching
Distanz: 172 Kilometer
Höhenunterschied: 1.390 Höhenmeter

Auch der fünfte Tag beschert euch besondere Einblicke. Durch Wiesen, Felder und Wälder geht es hügelig in Richtung Ziel. Besonderes Schmankerl: Die Altmühl, die wir in Dollnstein queren. Ab hier geht es ein Stück entlang der Ur-Donau durch Beixenharter Tal, später durchs Tal der Schutter. In der Altstadt von Neuburg an der Donau überqueren wir schließlich – die Donau.
Mit Markt Indersdorf erreichen wir schon Münchner Einzugsgebiet. Durchs Dachauer Hinterland nähern wir uns der Landeshauptstadt, lassen das Zentrum aber östlich und nördlich von uns liegen. Auf der Großhesseloher Brücke genießen wir den Blick über die Isar und in die Stadt, bevor wir das Tagesziel in Unterhaching erreichen.

Tag 6 | 10. September

Start: 09:00 Uhr Unterhaching
Ziel: Kitzbüheler Horn
Distanz: 122 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 2.210 Höhenmeter

Schon kurz nach dem Start in Unterhaching geht es los – und wird mit jedem Kilometer in Richtung Alpen besser: Auf dem Schlussstück des DeutschlandRUSH erlebt ihr Oberbayern wie aus dem Bilderbuch.  Nehmt Euch die Zeit und genießt, lasst die vergangenen Tage Revue passieren und freut Euch über die relativ kurze und nicht zu wellige Strecke. Denn der Scharfrichter wartet am Schluss: In Kitzbühel biegen wir  links ab zum letzten Highlight des DeutschlandRUSH, das Kitzbüheler Horn. Zehn Kilomneter lang geht es nur bergauf; und das mit einer durchschnittlichen Steigung von 13 Prozent; in der Spitze sind es sogar über 22 Prozent Steigung! Am Alpenhaus Kitzbüheler Horn belohnen wir uns mit traumhaften Ausblicken für die Plackerei und feiern gemeinsam!

Unsere Streckenchefs: Eva Kruse und Heiko Janik

2020 basteln wieder Eva Kruse (46) und Heiko Janik (51) die neue Strecke.

Die beiden Fahrrad-Addicts leben in Brachttal, zwischen Rhön, Vogelsberg und Spessart. Und wenn Sie nicht arbeiten, sitzen sie im Sattel. Wobei man das oft gar nicht so genau trennen mag – Eva pendelt unter der Woche regelmäßig zwischen ihrer Zweitwohnung in ihrer Heimatstadt Essen und dem Job in Neuss, pro Tag kommen da leicht 80 Kilometer zusammen.

Heiko stammt aus Binz auf Rügen. Seine Schulzeit in der DDR verbrachte er als Rennradfahrer auf dem Sportinternat Gera. Aus dieser Zeit stammen seine vielen Kontakte in die deutsche Profiszene. Gut möglich, dass der eine oder der andere alte Kumpel im September mit uns am Start steht. Und auch seine Eva hat er, wie sollte es anders sein, auf dem Rad kennen gelernt.

Ganz ins kalte Wasser werfen wir die beiden übrigens nicht: Eva organisiert für ihren Club, den RSC Essen-Kettwig, die legendäre Kettwiger Hügeltour, die „RTF mit den meisten Höhenmetern im Pott“, wie sie erzählt. Rund 800 Teilnehmer wagen sich jedes Jahr auf die Strecke. Gemeinsam managen Eva und Heiko außerdem Rennradwochenenden und Mehrtagestouren für ihren Club – die beiden wissen also, wovon sie sprechen.

Ihr Plan für die neue Strecke von Hamurg aufs Kitzbüheler Horn: Noch mehr Landschaft, noch mehr kleine Straßen abseits des Trubels und noch mehr Abwechslung. Und klar, fordernd soll die Tour wieder werden. Von Berlin aus führt die Route heuer durch den wunderschönen Spreewald bis nach Dresden. Nach einem kleinen Abstecher durch die Tschechische Republik werden wir München deutlich weiter westlich passieren, bevor es dann durch Oberbayern und Teile von Schwaben ins Werdenfelser Land nach Garmisch geht. Grob steht die Route zwar, doch bis alles haarklein fertig ist, werden Eva und Heiko noch viel unterwegs sein. „Ich freue mich, wenn es los geht“, sagt Eva.

Wie ein RUSH idealerweise funktioniert, haben unsere Streckenchefs im vergangenen Jahr bei der Premiere des Deutschland RUSH hautnah miterlebt. Eva erinnert sich gerne an die Tage im Team: „Ich war einfach total glücklich, das geschafft zu haben. Das ist schon eine Leistung und ich bin mehrfach an meine Grenzen gegangen“, erinnert sie sich. Sie und Heiko hätten ja schon viel gemacht, von Marathons, Radreisen, Rennen, RTF und Etappenfahrten. Der RUSH aber, sagt sie, sei „das Schönste gewesen, was wir bisher auf dem Rad erlebt haben. Wegen der Strecke und der sportlichen Herausforderung. Vor allem aber wegen der Stimmung im Team. Das war auch vom Menschlichen einfach großartig“.